Literatur 18.Jhd.
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| 91369AB | Omeis, Magnus Daniel. Compendium Ethicum, methodo Synthetica. Aretologiam & Eudaemonologiam perspicuis Praeceptis & Exemplis proponens, inque Usum florentissimi Gymnasii Norimb. concinnatum. Accedit Prolusio Oratoria de Insula Fortunata, ab Aretophilo quasita & inventa: nec non Epitome Jurisprudentiae Naturalis. Nürnberg, Endter 1710. Kl.-8° (14 x 9 cm). 11 Bll., 372 S. Überlapp. Perg. d. Zeit (minimal berieben u. bestoßen, leicht angestaubt u. fleckig, Rücken etwa stärker).
VD 18 11211849. – Magnus Daniel Omeis (1646-1708) war Dichter u. Philosoph des Barock. Als Professor für Rhetorik, Poesie und Moral lehrte er an der Universität Altdorf, stand darüber hinaus ab 1697 unter dem Pseudonym Damon II. dem Pegnesischen Blumenorden vor. Von 1697 bis zu seinem Tod wirkte Omeis als vierter Präsident des Ordens.1674 wurde er als Professor berufen u. leitete mehrere Jahre als Dekan die Philosophische Fakultät in Altdort. Der größte Teil seines Werkes ist (moral-)philosophischer Natur: Die 1669 veröffentlichte Ethica Platonica etwa beschäftigt sich mit den Grundsätzen des Platonismus. Omeis’ Poetik Gründliche Anleitung zur teutschen accuraten Reim- und Dichtkunst (Nürnberg 1704) hingegen versucht Regeln für eine deutsche Literatursprache zu etablieren und Zeichnet dabei ein Bild vom Sprachbegriff und den orthographischen Gebräuchen des Blumenordens. – Mit kleiner Wurmspur v. S.298-336 u. letztem Blatt mit gelegentlichem Buchstabenverlust, Innengelenke angebrochen, sonst aber sauberes Exemplar mit Besitzvermerk von Philip Adam von Thüngen (1715) auf dem Vorsatz.
Schlagwörter: Literatur 18.Jhd., Philosophie |
300,-- | ![]() |
| 91379AB | Opitz, Martin. Weltliche Poemata. Zum Viertenmal vermehret und ubersehen herauß gegeben. 2 Teile in 1 Band. Beigebunden: Derselbe. Florilegium variorum epigrammatum. Franckfurt, Thomas Matthias Götz 1644. 15 (von 16) Bl., 573 S., 1 w. Bl. (Der Ander Theil:) 192 S., S. (273)-464 (Paginierungsssprung). (Florilegium:) 46 S., 1 w. Bl. Überlappendes Pergament d. Zt. m. 5 durchgezogenen Bünden (leicht fleckig, Hinterdeckel etwas mehr, es fehlen die Schließbänder).
VD17 23:248428E. Dünnhaupt 9. Goed. III 49, 94. – Wichtige und wertvolle Sammelausgabe der Werke des „Vaters der deutschen Dichtkunst“ (1597-1639). „Opitz setzte mit seine „Poeterey“ (1624) erstmals einen Standard für die deutsche Dichtkunst, der trotz mancher kleiner Modifikationen seine Gültigkeit das ganze Barockjahrhundert hindurch behaupten konnte. (…) als Neuerer auf dem Gebiete der Poetik, des Schäfer- und Staatsromans wie der Oper waren seine Leistungen von epochemachender Bedeutung.“ (Dünnhaupt). – Im ersten Teil fehlen neben dem Kupfertitel 18 weitere Seiten, die in Kopie beigefügt sind. Dieser Mangel ist im Preis berücksichtigt.
Schlagwörter: Alte Drucke, Literatur 18.Jhd., Schlesien |
400,-- | ![]() |
| 91076AB | Rühlmann, Andreas. Politischer theologischer Tractat von dem grossen Haupt-Kriege, so zwischen den beyden ewigen Kronen, und höchsten Potentaten Himmels und der Erden, Als der Göttlichen Mayt. dem Allergroßmächtigsten gerechtesten Könige Christo Jesu, eines Theils, und dann dem auch Großmächtigen Fürsten der Höllen, und Könige der Verdamniß, anders Theils, etc. Geistlicher weise geführet wird. Frankfurt, J.W. Ammon u. W. Serlin 1660. 12° (14 x 8,5 cm). Ohne den gest. Titel, 26 Bll., 298 S. Ppbd. d. Zt. mit durchgezogenen Bünden und Schließbandresten (gebräunt u. fleckig, gering schiefgelesen).
Goed. III, 222, 45. Faber du Faur 483. Dünnhaupt 1745, 3420, 3953 u. 3998. VD17, 39:119679Y. – Zweite Ausgabe des erstmals 1658 in Lübeck erschienenen Werkes. Rühlmann gestaltet den Kampf zwischen Himmel und Hölle, Frommen und Bösen als „Schlachtbericht“ in Briefform. Mit 15 Huldigungsgedichten von Mitgliedern der Fruchtbringenden Gesellschaft, u.a. von Johann Rist, Georg Greflinger, Stubenberg und Johann Wolcke. Über Rühlmann geben die Bibliographen nur das an, was am Ende der Vorrede steht: Rühlmann bezeichnet sich als Secretatrius in Hamburg und aus Querfurt stammend. – Ca. 70 Bll. mit schmalen Wurmgängen, teils mit geringem Buchstabenverlust, kleine Fehlstellen in den Innengelenken, teils etwas gebräunt u. gering fleckig. – In nur wenigen deutschen Bibliotheken vorhanden.
Schlagwörter: Alte Drucke, Literatur 18.Jhd., Theologie |
300,-- | ![]() |
| 87809AB | Rusticali dei tre primi secoli. Mit 9 Text-Kupfern. Venedig, Antonio Zatta 1788. 4 Bll., 231(1) S. (unbeschnitten). Neueres HPerg. m. verg. R.-Titel (minimal berieben).
Parnaso Italiano ovvero raccolta de poeti Classici Italiani Tomo XXXIII. – Inhalt: 1. Luici Pulci. La Beca. 2. Lorenzo de Medici. La Nencia di Barberino. 3. Francesco Baldovini. Lamento di Cecco da Varlungo. 4. Jacopo Cicognini. Pippo lavorantore da Legnaja. Michel Angelo Buonarroti il giovane. La Tancia. – Die Text-Kupfer in kräftigem Druck mit schöner ländlicher Staffage. Schlagwörter: Italienische Literatur, Literatur 18.Jhd. |
80,-- | ![]() |
| 83849AB | Schlenkert, Friedrich. Kein Faustrecht mehr. Ein reichsstädtisches Schauspiel in vier Aufzügen. Grätz, ohne Verlag 1797. 132(4) S. Brosch. d. Zt. m. handschriftl. DSch. (berieben, bestoßen, fleckig, gebräunt u. mit Randläsuren).
Vgl. ADB 31,464. Vgl. Goed. V, 495, 14. Dort die Erstausgabe mit 1798 angegeben. Offentsichtlich dennoch ein Nachdruck. – Schlenkert (1757-1826) war zuletzt Professor für deutsche Sprache an der Forstakademie in Tharand. – Papierbedingt leicht gebräunt u. stockfleckig, bis S. 25 mit kleiner werdenden „Eselsohren“, NaT. Schlagwörter: Literatur 18.Jhd. |
60,-- | ![]() |
| 91310AB | Smith, Charlotte (d.i. Charlotte Turner). Desmond, ou l’Ament Philanthrope. Traduit de l’Anglais par L.C.D. Mit 1 Frontispiz. 4 Bde. (franz.). Paris, Chez Denné 1793. Kl.-8°. Frontispiz, XII, 256 S., 2 Bll., 246 S., 2 Bll. 264 S. u. 2 Bll., 300 S. Ppbde. d. Zt. mit verg. led. RSch. (berieben u. leicht bestoßen, angestaubt, fleckig, Kapitale mit kl. Fehlstellen im Bezugspapier, Rücken leicht gebräunt).
Die engl. Schriftstellerin u. Dichterin Charlotte Turner, bekannt als Charlotte Smith (1749-1806) veröffentlichte ‚Desmond, … ‘ erstmals 1792. Hier die seltene franz. Übersetzung komplett in 4 Bdn. Charlotte Smith ist Autorin mehrerer Schauerromane, ihr Werk ist von den sozialen u. politischen Problemen ihrer Zeit u. insbesondere von der französischen Revolution geprägt, hier als Briefroman. Sie wird Jane Austin u. Charles Dickens beeinflussen. – Papierbedingt nur teils ganz minimal gebräunt u. auch nur teils gering fleckig, NaV., Bd. 1 mit leicht angeplatzten Innengelenken.
Schlagwörter: Literatur 18.Jhd. |
250,-- | ![]() |
| 91380AB | Sterne, Laurence (hier Lorenz). Lorenz Sterne’s Briefe an seine vertrauteste Freunde, nebst einem Fragment im Geschmacke des Rabelais, und einer von ihm selbst verfaßten Nachricht von seinem Leben und seiner Familie, herausgegeben von seiner Tochter, Madame Medalle. Aus dem Englischen. Erster – Dritter Band in einem Band. Mit gest. Frontispiz. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich 1776. Kl.-8°. XXVIII S., 1 Bl., 391(1) S. HLdr. d. Zt. m. Rverg. (ob. Kapital mit sehr kl. Ausriss, nur gering berieben).
VD18 10680055. Holzmann/Boh. IV, 3770. Erste deutsche Ausgabe der dreiteiligen, von Lydia Sterne Medalle (1747 – ca. 1783) nach dem Tod Ihres Vaters, Laurence Sterne (1713-1768) – unter Zeitgenossen in Folge Prüderie umstrittener, trotzdem europaweit sehr erfolgreicher Schriftsteller – herausgegebenen Briefsammlung. Übersetzer der von Sterne an Frau und Tochter, sowie befreundete Personen in England und Frankreich gerichteten Briefe, welche er teils auch auf seinen Reisen durch Frankreich und Italien verfasst hatte, ist Christian Felix Weisse (1726-1804), deutscher Schriftsteller u. bedeutender Vertreter der Aufklärung in Deutschland, was weder Goedeke noch Wilpert/Gühring angeben. Das Frontispiz zeigt Lydia Sterne de Medalle mit einer Büste ihres Vater. – Gering gebräunt u. Exlibris auf marmoriertem Vorsatz.
Schlagwörter: Frankreich, Italien, Literatur 18.Jhd. |
200,-- | ![]() |
| 80055AB | Tansillo, Luigi. Poesie. Mit gestochenem Titel u. Stahlstich-Portrait. Londra, Masi 1782. Kl.-8°. Titel, Portrait, XXIV (die ersten 3 Bll. verbunden), 362 S. Perg. d. Zt. mit erneuertem Rücken (minimal angestaubt u. fleckig).
Buchblock angebrochen, Bl. XIX/XX gelockert, teils ganz minimal fleckig. Schlagwörter: Italienische Literatur, Literatur 18.Jhd. |
80,-- | ![]() |
| 88947AB | Tassoni, (Alessandro). La secchia rapita. Poema Eroicomico, e’l primo canto dell’Oceano. Mit gest. Frontispiz v. Claude Mellan. Ronciglione, Batista Brogiotti 1624. Kl.-8°. (13 x 7 cm). 3 neuere, 1 altes w. Bll., Frontispiz, 14 Bll. (Dedication), 166(1) num. Bll., 3 neue w. Bll. Überlappendes neueres Perg. m. verg. RSch. u. zarter Rverg. sowie Ganzgoldschnitt (Rücken minimal angestaubt).
Graesse VII, 40. – Zweite Ausgabe des heroisch-komischen Gedichtes (EA 1622, Venedig) von Alessandro Tassoni (1565-1635), hier erstmals mit dem definitiven Titel „La secchia rapita“ und mit dem Namen des Autors. Tassoni wollte sich über die vergebliche Rivalität zwischen Modena u. Bologna lustig machen, aber die Absicht und Zügellosigkeit des Werks gefielen den kirchlichen Zensoren nicht, die die Veröffentlichung in Padua verhinderten und den Autor zwangen, es 1622 in Paris zu drucken. Für diese zweite Ausgabe korrigierte Tassoni den Text gemäß den Wünschen von Urban VIII., der später zugab, dass er ihn nicht verachte. – Vorliegender Titel ist das berühmteste v. Mercuri Francesco gedruckte Buch, das der Drucker 1624 im Auftrag des röm. Buchhändlers Giovanni Battista Brogiotti herstellte: Diese 2. Ausgabe, vom Autor unter dem Pseudonym Bisquadro Accademico Umorista korrigiert, ist mit einem wunderschönen v. Claude Mellan gestochenen Frontispiz verziert. Die Ausgabe wurde vermutlich von Antoni Barberini, einem Neffen von Urban VIII., finanziert, an den sich auch die Dedication richtet. – Kl. angestaubte Rasur auf Vorsatz u. Ausriß aus Bl. 28 sehr gut fachgerecht eingefügt, sonst in sehr gutem Zustand!
Schlagwörter: Alte Drucke, Italienische Literatur, Literatur 18.Jhd. |
350,-- | ![]() |
| 88951AB | Tissot, Wilhelm (i.e. Friedrich Adolph Kritzinger). Und: S(amuel). A(ndré). D(avid). Tissot. Das phisiologische Taschenbuch, von der Natur der Menschen für Männer und Frauen, in welchem die Erzeugung der Menschen zu finden. 2 Teile in Bd. Und: Versuch von denen Krankheiten, welche aus der Selbstbefleckung entstahen. Aus dem Lateinischen übersetzt. Frankfurt u. Leipzig, 1. Titel ohne Verlag u. 2. Titel: in der Fleischerischen Buchhandlung 1786 u. 1781. 96 u. 79(1) S. Und: 4 Bll., 132 S., 1 w. Bl. Ppbd. d. Zt. m. handschriftl. RSch v. alter Hand). (leicht berieben, bestoßen, fleckig u. Außengelenke mit kl. Fehlstellen).
Wilhelm Tissots Schriften. Erster Band. I. Das physiologische Taschenbuch. II. Kunst Mädchen und Jungen zu bilden. III. Die physische Venus. (Hier nur I.) – Ad.I. ADB 17,173f. Wihlem Tissot, eigentl. Friedrich Adolph Kritzinger (1726-1793), Buchhändler u. Verleger, ließ seine, v. d. Zeitgenossen heftig kritisierten u. als schmutzig bezeichnete Schriften, unter verschiedenen falschen Namen u. Verlagsorten im eigenen Verlag (lt. Hayn/G. in Leipzig) erscheinen, so u.a., in Anlehnung an Samuel André Tissot, den zeitgenössischen viel gelesenen französischen Arzt, von dem ja auch hier das zweite Werk angebunden ist. – Ad.II. Der Schweizer Arzt Samuel Auguste André David Tissot (1728-1797) wurde vor allem durch seine Schriften gegen die Selbstbefriedigung bekannt. Daneben beschäftigte er sich auch mit der Epilepsie sowie mit der gesundheitsschädigenden Lebensweise (besonders der höfischen) seiner Zeit. Als Gründe sah er u.a. Müßiggang, Üppigkeit und Schwelgereien, zuviel Fleisch und Süßigkeit, Kaffee, Tee und Alkohol sowie die zu enge Kleidung an. Tissot gehörte zu den bekanntesten Medizinern seiner Zeit. – Papierbedingt minimal gebräunt u. leicht fleckig, am Titel minimal angeplatzt.
Schlagwörter: Literatur 18.Jhd., Medizin, Varia |
200,-- | ![]() |
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